April 24, 2008...9:51

Monologe, Teil 1

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Gewähltes Bild: Henri Cartier-Bresson / Bild von Ghandis Totenfeier

Bildbeschreibung:
Das Bild zeigt einige Personen bei der Totenfeier Mahatma Ghandis. Im Vordergrund steht ein kleiner Junge, etwa 3-4 Jahre alt, der gerade etwas Sand in die Luft wirft, der vom Wind effektvoll verweht wird.
In der Bildebene direkt hinter dem Jungen sitzen 3 scheinbar ältere Personen auf dem Boden und wenden ihm den Rücken zu.
Hinter einer kleinen Mauer sieht man weitere Personen, einige mit Blick Richtung Kamera.
Das Bild ist sehr stimmungsvoll, vermittelt die Bedrückung und Trauer ob des Verlustes des friedvollen „Kämpfers“ Mahatma Ghandi.

Innerer Monolog aus Sicht des Fotografen:
Aus der Erde sind wir gekommen, und Erde sollen wir wieder werden. Asche zu Asche, Staub zu Staub. Das drückt diese Geste des Jungen doch aus. Wahrscheinlich versteht er nicht warum er da ist, was geschehen ist, versucht sich die Zeit zu vertreiben mit einem kleinen Spiel mit Staub und Wind. Und dennoch hat er diesen betroffenen Ausdruck im Gesicht, strahlt die Ohnmacht aus, die Verzweiflung die die Ermordung des indischen Unabhängigkeitskämpfers auslöste.
All die Hoffnung, die in den friedvollen Kampf Ghandis gelegt wurde, sie wird mit seiner Asche begraben, vom Winde verweht wie die vom Jungen in die Luft geworfenen Staubkörnchen. (Autor: Thomas)

Bild: Inge Morath, Mafair, 1953 (Vor Lloyd´s Bank, London, GB)

Was ist auf diesem Foto zu sehen?
Eine Frau mit Zigarette im Mundwinkel, Pelz über den Schultern und einem kleinen Hund auf dem Arm.

Variante 1 (Autorin: Claudia)

Wunderbar! Das gibt ein tolles Foto. Na das ist ja mal wieder typisch für die feine Gesellschaft. Kippe im Mund, Pelz um den Hals. Jetzt geh doch mal etwas langsamer… Noch langsa – ah, wunderbar! So ist´s gut! Nein. Nicht. Hach, immer in Eile. Von einem Termin zum nächsten, von einem Schaufenster zum nächsten, … – der Hund ist ja ein nettes Kerlchen. Wenn der nur wüsst´… vielleicht weiß er es und pinkelt jeden Morgen an das teure Sofa der feinen Dame… Recht wär´s… – weiß die denn nicht, dass Tiere leiden müssen damit sie… aber Hauptsache es sieht chic aus. Hauptsache… – oh, so ist´s gut. Schön langsam,… hach, jetzt blendet die Sonne. Gibt´s das? Herrje, so wird das nichts… ah jetzt! – *klick* – na hoffentlich sieht man alles gut… Dass die es auch immer so eilig haben müssen… *klick* das war gut! Das ist sicher gut!

Variante 2 (Autorin: Katharina)

Die Frau sieht ziemlich wütend aus. Ob sie wohl gerade aus der Bank kommt und keinen Kredit bekommen hat? Sie befürchtet bestimmt, sich keine neuen Füchse mehr leisten zu können, wobei ich anmerken muss, es wäre besser so. Ich sehe diesen armen Hund in den Armen dieser unsympathischen Frau. Sie wirkt ziemlich verärgert und hat sich wahrscheinlich deshalb auch gleich eine Zigarette angezündet. Fürchterlich diese Art. Außerdem sieht dieses Hündchen nicht wirklich zufrieden aus, es hängt einfach so am Arm. Ich würde ja gerne wissen, woher die Dame die Verletzung am Bein hat. Wahrscheinlich hat sie ihr Hund gebissen.

Diese Frau ist auf alle Fälle einen Schnapschuss wert, um zu dokumentieren, wie verrückt die „High Society“ in London lebt.

 

 

 

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